4. November 2009
OLPC kündigt E-Book-Rechner an
Es lief nicht alles so rund bei der One Laptop Per Child (OLPC) Foundation, wie sich Founder und Chairman Nicholas Negroponte das vorgestellt hat. Belächelt von der Industrie musste OLPC immer wieder hart kämpfen, Mitarbeiter wurden entlassen, auch weil sich nicht ausreichend Projekte stemmen ließen. Schließlich hat sich die Organisation neu aufgestellt. Seine ehrgeizigen Pläne gibt Negroponte jedoch nicht auf. Auch wenn sich die Diskussion um den OLPC inzwischen vielmehr darum dreht, wie Entwicklungsländer das Gerät finanzieren sollen, anstatt der Frage nachzugehen, wie es sinnvoll im Bereich der Bildung eingesetzt werden kann.
Neue Geräte sollen denn auch rund einen Dollar in der Woche je Kind kosten. Das sei zwar immer noch viel, aber machbar, so Negroponte in einem Interview mit Xconomy. "The issue is how to front the money."
Verabschiedet hat man sich aber scheinbar vom auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vorgestellten Dual-Screen-OLPC. Version 3.0 des OLPC soll eher einem "Blatt Papier" ähneln. Gemeint ist ein E-Book-ähnlicher Rechner. Das Plastikgehäuse soll unzerbrechlich und wasserresistent sein. Das Farbdisplay sei "reflective and transmissive, no bezel, no holes". Das Gerät soll einen Stromverbrauch von einem Watt haben, 75 Dollar kosten und 2012 auf den Markt kommen.
Felix Schrader

























