
19. Dezember 2008
Online-Bibliothek Europeana ist online
Na, geht doch! Die Online-Bibliothek Europeana hat nach massiven Startproblemen endlich ihren Dienst aufgenommen. Bereits vor einem Monat sollten die Nutzer über Europeana Zugang zu zwei Millionen digitalen Objekten erhalten. Doch nach kurzer Zeit war das Angebot wieder offline: die Server hätten dem Ansturm von 10 Millionen Anfragen pro Stunde nicht standgehalten, hieß es.
Jetzt nimmt man also zum zweiten Male Anlauf, um interessierten Nutzern "Ideen und Inspiration" zu bringen. Nach dem Crash sind die Betreiber allerdings vorsichtiger geworden: die jetzt verfügbare Version wird als Prototyp bezeichnet, eine optimale "User Experience" sei vorerst nicht zu gewährleisten. Das aktuell Dargebotene ist aber schon einmal gar nicht schlecht. Über die Suchmaschine bekommt man Zugriff auf diverses Material in Form von Texten, Bildern, Videos und Tönen:
Sehr spannend ist, was unter der Bezeichnung "Denkfabrik" zu finden ist: eine semantische Suchmaschine, die allerdings derzeit noch ein "Work in progress" darstellt:
Auch nett, der "Zeitstrahl" – hier wird Vergangenes, nach Jahren geordnet visualisiert:
Angekündigt, aber noch nicht verfügbar, ist das Feature "My Europeana", das zükunftig eine Personalisierung des Europeana-Angebots erlauben soll. Auch die "Communities" existieren vorerst nur als Demo.
Europeana ist in diversen europäischen Sprachen verfügbar. Finanziert wird die Online-Bibliothek maßgeblich von den Institutionen der Europäischen Union. Über die Ziele, die Brüssel mit dem Projekt verfolgt, informiert José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission, in der FAZ.
Reimar Winkler


























