
4. Mai 2010
Papercut at its Best
Was zunächst aussieht wie das Arbeitswerkzeug eines Freizeit-Chirurgen dient nicht dem Aufschneiden sondern dem Zusammenbauen von Menschen ... genauer von Papier-Figuren. Der oder die Russische Künstler/in – wer Kyrillisch kann, ist klar im Vorteil – baut akribisch und detailgetreu aktuelle Lebenssituationen nach. Von der Altenpflege über die Flugreise bis hin zum Tête-à-tête im Büro. Als Vorlage für so manches der Bilder aus Papier dienen wohl auch Szenen aus russischen Filmen. Sozialkritisch gibt man sich außerdem, mit Szenen, die die Geldverschwendung anprangern. Genutzt werden die Papier-Nachbauten für Promotion-Zwecke, Art Lebedev gehört zu den Kunden.
Was in Russland möglich ist, geht auch in Japan oder Dänemark. Kako Ueda befasst sich seit bereits sieben Jahren mit dem "zurechtschneiden" von Papier und Peter Callesen ist ebenfalls dem Papier als Arbeitsmaterial verfallen.
Felix Schrader
































