
8. Dezember 2009
Pixazza – Die Zukunft der Produktplatzierung
Man stelle sich vor, man surft auf der Webseite eines Klatsch-Magazins und sieht ein aktuelles Bild von – sagen wir – Angela Merkel. Ihr Kleid sieht einfach super aus und da man noch kein Weihnachtsgeschenk für seine Freundin hat, wäre so ein Dress genau das Richtige. Aber wo kauft die werte Frau Kanzlerin ihren Fummel und bewegt sie sich in denselben Preiskategorien? Ein neuer, u.a. von Google finanzierter Service bietet in solchen Situationen Abhilfe: Pixazza vertaggt Produkte auf Bildern, so dass sie direkt in einen Online-Shop verlinkt sind.
Bleiben wir beim Beispiel mit der Kanzlerin, so ploppen bei Mouseover über das Bild diverse Symbole auf – am Kleid, am Armreif, am Hut oder an der Frisur. Klickt man diese Symbole an, bekommt man Informationen zum abgebildeten Produkt oder auch Informationen über ähnliche, günstigere Angebote. Links zum jeweiligen Shop inklusive. Mit nur einer Zeile Code lässt sich der Service in den Blog einbinden. Blogger verdienen sich so, kommt es über ihre Bilder zum Kauf, ein kleines Zubrot – ein weitere Teil des Erlöses geht an Pixazza selbst.
Um all die Bilder zu vertaggen setzt Pixazza sogenannte "Experten" ein. Diese machen Bilder ausfindig, auf denen sie Produkte erkennen. Diese verlinken sie dann mit dem jeweiligen Store und kassieren bei positiver Kaufentscheidung des Kunden ebenfalls eine kleine Provision. Über 60 Händler sollen bereits über zwei Million Produkte in Pixazza vertaggt haben. Tausende Blogger hätten bereits Interesse bekundet. Das Online-Magazin Celebuzz nutzt den Service bereits.
Ob sich das Projekt letztendlich durchsetzen kann, wird sich zeigen. Dennoch scheint es für alle Beteiligten Vorteile bereitzuhalten: Blogger und Webseitenbetreiber bekommen eine weitere Einnahmequelle und Online-Händler erhalten eine interessante Möglichkeit, ihre Produkte zu platzieren.
Jürgen Telkmann
































