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25. Juni 2009

Politik-Infos – junge Deutsche vertrauen aufs Web

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/cod/news/049565)

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Die Zensursula-Debatte ist Beleg dafür und auch die Panel Keynote "Politik im Web" auf der webinale legte es nahe: Junge Deutsche greifen bei der Suche nach politischen Informationen am liebsten auf das Internet zurück. Mit Daten und Fakten untermauert wird diese Vermutung nun durch eine repräsentative Befragung der UMC University of Management and Communication Potsdam im Auftrag von Google Deutschland.

Die Google-Studie untersuchte das politische Mediennutzungsverhalten der Deutschen insgesamt, als besonders auffallend erwiesen sich dabei allerdings die Vorlieben der jungen Generationen:

Unter Jungwählern und politisch interessierten Jugendlichen hat das World Wide Web die klassischen Kanäle Zeitungen und Fernsehen bereits überholt: Mehr als 60 Prozent der Deutschen unter 30 Jahren informieren sich "häufig" bis "sehr häufig" per Internet über das politische Geschehen.

Die Jungen setzen also viel Vertrauen ins Web, die über 60-Jährigen Deutschen optieren dagegen weiterhin eher für die klassischen Medien:

Während sich die Generation "60+" noch deutlich häufiger mittels Fernsehen und Zeitung informiert, bezeichnet gut jeder Dritte (36 Prozent) der unter 30-Jährigen das Internet sogar als seine wichtigste politische Informationsquelle -- noch vor dem TV (34 Prozent) und Zeitungen (23 Prozent). Den Quellen im Internet bringen sie dabei ebenso viel Vertrauen entgegen wie den etablierten Print-Formaten. Bei Deutschen über dem 60. Lebensjahr besitzen Print-Medien einen Vertrauensbonus von gut 10 Prozentpunkten gegenüber dem Internet.

Und nach welchen politischen Themenfeldern suchen die Deutschen im Web?

Sie interessieren sich im Bereich Politik vor allem für die Wirtschafts-, Außen- und Innenpolitik. Arbeits- und Sozial- sowie die Verteidigungspolitik folgen im Interessen-Ranking an vierter beziehungsweise fünfter Stelle.

Interessant ist auch, wie bei der Suche nach politischen Informationen im Netz vorgegangen wird. Erstaunlich dabei: die Webangebote der Parteien und Behörden sind offenbar nicht die erste Wahl:

Ihre Suche nach Informationen zu politischen Themen beginnen acht von zehn Internetnutzer auf Nachrichtenseiten oder mit Hilfe von Suchmaschinen. Das direkte Ansteuern der Internetauftritte von Parteien, Ministerien und Verbänden fällt dagegen kaum ins Gewicht.

Ebenfalls ein Ergebnis der Google-Studie: der Politikberichterstattung auf Nachrichtenseiten "messen rund 80 Prozent der regelmäßigen Internetnutzer eine entscheidende Bedeutung im Vorfeld der anstehenden Bundestagswahlen bei". Auch hier tun sich die jüngeren Jahrgänge mit einer Besonderheit hervor:

Vor allem jüngere Zielgruppen erachten dabei Online-Videobeiträge als meinungsbildendes Informationsangebot. Neben den Bewegtbild-Nachrichten klassischer Medienseiten schaut sich fast jeder dritte Nutzer (31 Prozent) auch politische Inhalte auf Onlinevideoplattformen an. Vor allem YouTube wird als Plattform für politische Inhalte wahrgenommen. Knapp 60 Prozent der jungen "U30"-Videoplattform-Besucher nutzen YouTube nach eigenen Aussagen "häufig" bis "sehr häufig" auch als politisches Informationsmedium.

YouTube als ein führendes politisches Informationsmedium für Deutschlands Jugend? Auftraggeber Google dürfte sich über dieses Ergebnis der Studie besonders gefreut haben. Wer an einer ausführlicheren Zusammenfassung der Google-Studie interessiert ist, wird hier fündig.

Reimar Winkler

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