28. August 2007
Print ist tot – Google in zehn Jahren auch
Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hat mit Verleger Christian DuMont Schütte über Print-Produkte und das kurze Leben von Internetfirmen gesprochen. Laut DuMont Schütte erholen sich die Medienhäuser von der Zeitungskrise zwischen 1999 und 2002. "Die rückläufigen Ergebnisse sind kompensiert. Man stellt sich endlich pragmatisch die Frage nach den Chancen im Internet: Wie überführen wir den vorhandenen Leserstamm in die neue Medienwelt?"
Die Hoffnung, neue Leser für die Zeitung zu gewinnen, hat DuMont Schütte dennoch aufgegeben. "Die jungen Menschen sind mit Tageszeitungen nicht ausreichend zu erreichen. Wir wären aber dumm zu sagen, wir hätten die Jugend verloren. Die Verlagshäuser besitzen auch andere Mediengattungen in den Regionen, wie Stadtillustrierte oder Radiosender. Da ist der Schwund der Jugend weniger dramatisch." Mit spezifischen Angeboten soll um diese Zielgruppe gekämpft werden.
Den Markt der digitalen Welt sieht DuMont Schütte noch nicht verteilt. "In zehn Jahren ist Google tot. Ich habe in der Tat die Hoffnung, dass das, was sich jetzt im Markt befindet, übermorgen nicht mehr existiert. Die ersten Anzeichen dafür sehen Sie schon: die Ebay-Euphorie ist vorbei."
Felix Schrader


























