30. März 2009
Social Networks: Nutzer wollen Werbung
Nutzer von Social Networks akzeptieren ein Werbeengagement von Marken und Unternehmen in ihren Communities wenn sich denn die Unternehmen als solche zu erkennen geben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Marketing-Agentur Dr. Schengber & Friends. "Informieren statt verkaufen" lautet denn auch die Empfehlung von Dr. Schengber.
83 Prozent der Communit-Nutzer und Blog-Leser stehen laut Studie einem Expertenchat positiv gegenüber. Drei Viertel finden Gefallen an der Beantwortung produktspezifischer Fragen im Rahmen der Social-Media-Aktivitäten von Unternehmen. Allerdings ist nicht jede Art von Engagement gleichermaßen von den Usern anerkannt.
So wird die Kommunikation in unternehmenseigenen Communities oder Blogs generell besser bewertet als deren Beteiligung in fremden Netzwerken. Nur etwa 40 Prozent aller Befragten gaben an, die Unternehmenskommunikation in fremden Communities zu befürworten, wohingegen knapp 75 Prozent den Aufbau einer unternehmensspezifischen Plattform unterstützen.
Generell hängt die Akzeptanz der Marken- und Unternehmenspräsenz in Social Networks davon ab, inwieweit die Interessen der Nutzer berücksichtigt werden. Vor allem auf Information, Hilfestellung und Beratung wird dabei Wert gelegt, weniger auf Unterhaltung. "Unternehmen müssen den Dialog mit den Community-Mitgliedern suchen und deren Bedürfnisse im Rahmen ihrer Kommunikation berücksichtigen", so Schengber. Ist das der Fall, würden auch kommerzielle Themen durchaus positiv von den Nutzern aufgenommen, so lange sie sinnhafte und interessante Ansatzpunkte liefern.
Damit Unternehmen nichts mehr falsch machen, führt die Studie folgende Handlungsempfehlungen auf:
- Auf Authentizität, Glaubwürdigkeit und Relevanz achten anstatt Communities als reine Werbeplattform zu missbrauchen.
- Produktspezifische Fragen im Rahmen der Social-Media-Aktivitäten beantworten.
- Dialog mit den Community-Mitgliedern suchen und Interessen der Nutzer berücksichtigen.
- Information, Hilfestellung und Beratung liefern und weniger reine Unterhaltung.
- Offen kommunizieren und sich klar zu erkennen geben.
- Feedback der Dialogpartner als "Customer Insights" für die Entwicklung nutzen.
Die Studie wurde als Internetbefragung konzipiert, die im Zeitraum von Dezember 2008 bis Januar 2009 durchgeführt wurde. Insgesamt beteiligten sich 380 Teilnehmer daran, von denen sich der überwiegende Teil im Altersspektrum zwischen 20 bis 29 Jahren bewegte.
Felix Schrader


























