29. April 2010
Steve Jobs – "Flash is closed, proprietary, and no longer necessary"
Steve Jobs hat heute einen offenen Brief veröffentlicht, in dem er auf die Vorwürfe eingeht, die mit Apples Einstellung gegenüber Flash zusammenhängen. In dem langen und ausführlichen Brief führt Jobs sechs Argumente an, die Apples Position in diesem Punkt rechtfertigen sollen. Darin spricht er vor allen Dingen auch Adobe an, mit denen Apple zwar einen langen Weg gegangen ist, die Freundschaft aber als beendet angesehen werden dürfte. Jobs Argumentation läuft im Wesentlichen auf Folgendes hinaus:
Flash was created during the PC era – for PCs and mice. Flash is a successful business for Adobe, and we can understand why they want to push it beyond PCs. But the mobile era is about low power devices, touch interfaces and open web standards – all areas where Flash falls short.
Engadget beleuchtet Jobs Ausführungen etwas genauer und geht auf seine sechs wesentlichen Gründe für für die Verbannung von Flash auf iPhone und Co. ein. Da wäre zunächst zu nennen, dass Flash nicht offen sei. "While Adobe's Flash products are widely available, this does not mean they are open, since they are controlled entirely by Adobe and available only from Adobe. By almost any definition, Flash is a closed system", so Jobs. Engadget hält dies für blanke Ironie bzw. einen Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung HTML5, CSS und JavaScript.
Den Ansichten des Apple CEOs nach steht die Verbannung von Flash auch in keinster Weise der vollständigen Darstellung aller Netzinhalte im Wege. Als Paradebeispiel wird YouTube angeführt, die ihren Videocontent problemlos in HTML5 auf das iPhone gebracht hätten. Was Spiele anbelangt, wird auf das reichhaltige Angebot an über 50.000, meist kostenlosen Spiele bei iTunes verwiesen.
Als Drittes seien Probleme mit Flash bezüglich der Zuverlässigkeit, Sicherheit und Leistung auf Apple Produkten genannt: "Flash is the number one reason Macs crash [...] We have routinely asked Adobe to show us Flash performing well on a mobile device, any mobile device, for a few years now. We have never seen it." Engadget bemerkt augenzwinkernd, dass kommende, neue Hardware dieses Argument zur reinen Makulatur werden ließe.
Auch belasten Flash Inhalte zu sehr die Akkuleistung mobiler Geräte. "The video on almost all Flash websites currently requires an older generation decoder that is not implemented in mobile chips and must be run in software."
Zudem sei Flash – Grund Nummer Fünf – für den Input via Computermaus konzipiert. Entwickler müssten ihre Flash-Anwendungen also sowieso umschreiben, wenn die Steuerung auf mobilen Geräten mit Touch-Display gewährleistet werden soll. Daraus zieht Jobs die für ihn logische Konsequenz: "If developers need to rewrite their Flash websites, why not use modern technologies like HTML5, CSS and JavaScript?"
Es sei also geschlossen und proprietär, doch das wichtigste Argument hebt man sich für den Schluss auf. Flash sei letztendlich eine dritte Partei, die sich zwischen Entwickler und Plattform dränge:
Flash is a cross platform development tool. It is not Adobe's goal to help developers write the best iPhone, iPod and iPad apps. It is their goal to help developers write cross platform apps. And Adobe has been painfully slow to adopt enhancements to Apple's platforms. For example, although Mac OS X has been shipping for almost 10 years now, Adobe just adopted it fully (Cocoa) two weeks ago when they shipped CS5. Adobe was the last major third party developer to fully adopt Mac OS X.
Auch wenn Jobs mit den Ausführung eher die Absicht gehabt haben dürfte, alle weiteren Diskussionen im Keim zu ersticken, so dürfte er damit dennoch eher Gegenteiliges erreicht haben. Von Adobe liegt derzeit noch kein Statement vor, doch wie auch bei den jüngsten Auseinandersetzungen zwischen beiden Parteien, dürften emotionale Ausbrüche nicht lange auf sich warten lassen.
Jürgen Telkmann
Flash wird zu 100% der Browser unterstützt und ist zu 98% auch installiert.
Wie viele Browser unterstützen HTML5 zu 100%?
Richtig 2, nämlich Safari und Chrome!
Die Akzeptanz für ein Flash Update ist enorm hoch. Die Akzeptanz einen neuen Browser zu installieren nicht (siehe z.B. IE6). Daher ist es kein Wunder das sich der neuste Flash Player sehr schnell verbreitet, die neuste Browser Version jedoch nicht.
Daher wird HTML5 als Standard vom W3C frühestens ab 2022 empfohlen.
In den 12 Jahren wird es noch einige tolle Flash Versionen geben. #zitieren
Ich frage mich, ob Steve Jobs sich da nicht selbst sabotiert in dem er seiner Klientel Nummer 1 (Designer) ihr Lieblingsspielzeug (Flash) wegnimmt. Und wie wird Adobe reagieren? Keine Software mehr für Mac OS X? Wofür werden sich dann die Designer entscheiden? Lieber ein Photoshop auf Windows als ein anderes Grafikprogramm auf dem Mac?
Also bekennender Linux und Windows User sehe ich der weiteren Entwicklung belustigt entgegen und würde mich freuen, wenn das kreative Lager auf eine mir bevorzugte Platform wechselt. Dann muss ich auch nicht mehr die Tests unserer Produkte mit einem Mac durchführen. #zitieren
Und wenn Apple nicht will, dann will halt google ;-), nebenbei die wertvollste Marke vor IBM und Apple, und alle anderen Smartphonehersteller.
Ich hoffe einfach, dass die Endnutzer solangsam mal aufwachen und nicht nur ein Image oder einen Livestyle unterstützen und somit Steve Jobs mal endlich aufwacht. #zitieren
http://findmebyip.com/litmus#target-selector
Wir sprechen uns dann noch mal in einigen vielen Jahren wieder ;-)
Zur Performance von Flash:
Am PC läuft Flash rund!
Am Mac gibt es Probleme weil Apple nicht die benötigten für Ressourcen für Adobe zur Verfügung gestellt hat.
Im Vergleich zu Apple hat Adobe das Flash Format insofern frei gegeben das andere Softwareschmieden ebenfalls Flash Applikationen mit ihrer Software erzeugen können.
Man siehe z.B. Swish, das FDT, und sogar mit QuarkExpress (der einstmals größten Konkurrenz zu InDesign) lässt sich Flash ausgeben.
Also wer von beiden ist nun der Kontrollfreak? #zitieren

























