
10. März 2010
Straßenkunst aus der Hölle
Da läuft man nichts ahnend und verträumt durch Einkaufspassagen oder kleine Gässchen und wird plötzlich böse von der Seite angepflaumt. Unwissend ist man in das "Kunstwerk" eines Straßenmalers getreten und steht inmitten eines Heiligenbildnisses oder einer mittelmäßig aufgetragenen Berglandschaft. Dass derartige Straßenkünste hingegen auch neben einem verärgerten Kreidezeichner ein wahres Schockmoment auslösen können, zeigt derzeit der GraphicDesignBlog. Hier findet sich eine Sammlung nahezu fotorealistischer Straßen-Graffitis, die zudem mit optischen Täuschungen aufwarten.
Man hat zum einen das Gefühl, auf einer Rolltreppe in den Abgrund zu fahren, auf einem gigantischen Cappucino zu sitzen oder am Rande eines Abrgrundes zu stehen. Andere Künstler schaffen wiederum die Illusion, ein Loch tue sich im Boden auf und öffne das Tor zur Hölle. Alle Graffitis spielen mit der Wahrnehmung des Betrachters und versetzen ihn zugleich in Erstaunen. Von kommerziellen Werbegags über simple Kreidezeichnungen bis hin zu purer Kunst ist in der Sammlung alles vertreten.
Jürgen Telkmann
































