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27. November 2009

Tesla Modell S: "Das iPhone steuert deine Standheizung"

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/cod/news/052641)

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Das Auto der Zukunft kommt heute schon von Tesla Motors. Der Roadster ist bereits in den USA auf dem Markt und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Inzwischen ist man auch in München vertreten. Nebem dem Sportflitzer soll künftig eine Limousine das Angebot von Tesla erweitern. Das Modell S (Bilder auf OnCars) soll in Punkto Umweltverträglichkeit neue Maßstäbe setzen. Aber auch beim Interieur will man innovative Wege gehen.

Dazu arbeitet man mit Roundarch zusammen, einem Spezialisten wenn es um Multi-Touchscreenbedienung geht. CREATE OR DIE hatte auf der Adobe MAX die Gelegenheit, mit Dave Meeker, Director of Emerging Technology bei Roundarch, über die Erfahrungen mit dem Design des Wagens und über die Entwicklung des multitouch "Navigations-Boards" zu sprechen.

Das Modell S erhält ein 17 Zoll-Multitouchdisplay, über das sämtliche Funktionen im Fahrzeug gesteuert werden. Außer am Lenkrad finden sich in der Limousine keinerlei Knöpfe oder Schalter. Das Fahrzeug ist via 3G zudem ständig mit dem Internet verbunden. Alles neu, alles schick, alles ganz anders als aus herkömmlichen Autos bekannt.

Das
Das "Armaturenbrett" des Tesla Modell S

Ein solches Fahrzeug zu entwickeln, stellt eine große Herausforderung an das Team rund um Lead Designer Franz von Holthausen von Tesla Motors dar, insbesondere wenn es gilt, ein zeitloses Design für das Modell S zu entwerfen. Während traditionelle Automarken in der gehobenen Mittelklasse in der Regel nach nur wenigen Jahren gegen ein neues Modell ausgetauscht werden, soll der Sedan seinem Besitzer über viele Jahre hinweg "treu bleiben". Da die technologische Entwicklung aber nicht stehen bleibt, wird die Software für den Touchscreen via Internet up to date gehalten.

"Als wir angefangen haben, das Interface für den Touchscreen zu entwickeln, haben wir zunächst jene Elemente implementiert, von denen wir wussten, dass sie funktionieren werden. Mit den Basics zu starten und von dort aus weiterzuentwickeln, hat sich als idealer Ansatz für uns erwiesen. Das User Interface ist derart neu und andersartig, dass wir Industriestandards komplett neu überdenken mussten – das beinhaltete jedes einzelne Element des Designprozesses. Für die Entwicklung greifen wir auf Adobes Creative Suite zurück – wir erstellen Prototypen mithilfe von Photoshop, Illustrator, InDesign, Flash und Flash Catalyst. Für die Auslieferungsversion des Touchscreens liebäugeln wir mit der Flex-/Air-Technologie, haben uns da aber noch nicht endgültig festgelegt. Wir wollen das perfekte Layout für das Screeninterface entwickeln, und wir nähern uns mit rasanter Geschwindigkeit dem Endergebnis. Jede Stufe des Designs wird ausgiebig von Nutzern getestet. Sobald die Probanden den Testraum verlassen haben, schauen wir uns das Feedback an und nehmen Anpassungen vor. Schon am nächsten Tag können die Neuerungen in der Regel bereits getestet werden. Es ist unsere Vision, ein für den Nutzer relevantes Produkt auf den Markt zu bringen, das innovativ und modern ist, einfach und intuitiv zu handhaben, leicht up zu graden und in Punkto Sicherheit keine Kompromisse eingeht."

Während des Gesprächs fällt häufig der Begriff "Seamless Experience". Im Detail geht es dabei um den intelligenten Einsatz neuester Technologien. Künftig wird man die Standheizung in seinem Auto mit einer iPhone-Applikation steuern können. Bei der Fahrt auf den Werkstatthof wird automatisch, sofort und drahtlos eine Übersicht der durchzuführenden Arbeiten erstellt und an den Laptop eines Mechanikers zu übertragen. Und das Ganze bedarf nicht komplexer Handbücher, intuitiv bedienbar muss die Steuerung sein. Dem Motto folgend: "Nicht der Fahrer muss sich an das Auto anpassen, die Software stellt sich auf den Fahrer ein." Mithilfe von RFID-Technologie wird der Fahrer des Autos erkannt und seine bevorzugte Screenaufteilung automatisch eingestellt, sobald das Auto gestartet wird. Somit kann der Manager sein Navigationssystem bequem mit zwei Klicks am Bildschirm aufrufen, während der Nachwuchs auf der Shoppingtour mit aktuellen Charthits versorgt wird.

Ein Display ...
Ein Display ...

... diverse Funktionen
... diverse Funktionen

Trotz all der Extravaganz, das Thema Sicherheit wird bei Tesla/Roundarch groß geschrieben. "Wenn ein Handgriff einfach und logisch ist, lernt unser Körper diesen auszuführen, auch ohne auf die Hand schauen zu müssen &ndsh; Muscle Memory lautet der Fachbegriff. Wir entwickeln ausschließlich in diese Richtung, sodass der Fahrer nach kurzer Zeit kaum mehr einen Blick auf den Bildschirm werfen muss. Zusätzlich können viele Funktionen vom Lenkrad aus angesprochen werden. Ein Bedienelement, für dessen Handhabung der Fahrer für mehrere Sekunden seine Aufmerksamkeit von der Straße ins Wageninnere lenken muss, kommt für uns nicht in Frage", so Meeker.

Fakten zum Modell S: Das familientaugliche Auto ist batteriebetrieben, besteht aus recycelten oder recyclebaren Materialien (pflanzliche Farben, recyceltes Leder, recyceltes Papier – mit Produktionsbeginn soll es das grünste Auto der Welt sein), und fährt bis zu 480 Kilometer mit einer Batterieladung. Für längere Strecken sollen laut Hersteller Batterieaustauschstationen zur Verfügung stehen. Der Austausch des Energiepacks dauert knapp fünf Minuten. Vorbestellungen für den Tesla-Modell S werden bereits entgegengenommen, die Auslieferung ist für das Jahr 2011 geplant. Der Basispreis beträgt knapp 50.000 Dollar.

Das Interview führte Diane Sieger

Kommentare
Gravatar aaa 04.01.2010
um 14:16 Uhr
watten kack! #zitieren
Gravatar rh 20.01.2010
um 16:05 Uhr
Endlich mal was echt Neues. Der uralte Verbrennungsmotor wird sterben! So was ist nicht mehr zeitgemäß. Aber auch uralte Autofirmen werden sterben, da sind unfähig sind sich der Zeit anzupassen.....zu viele Trägheit...... #zitieren
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