
24. August 2010
The Fridge – Wie Facebook, nur privater
Benötigen wir wirklich ein weiteres soziales Netzwerk? Was die Macher von The Fridge angeht, so brauchen wir das unbedingt. Das neue Netzwerk hat heute offiziell die Tore für Mitglieder geöffnet und richtet sich speziell an Menschen, die mit der Privatsphäre auf Facebook unzufrieden sind. Diese liegt bei The Fridge sicher verwahrt in Gruppen.
Jeder kann sich bei The Fridge anmelden. Nach Eingabe der E-Mail und ihrer Bestätigung sind neue User dann in der Lage, Gruppen zu erstellen. Kommunikation zwischen verschiedenen Mitgliedern ist ausschließlich in Gruppen möglich, innerhalb derer es ähnlich zugeht, wie auf Facebook. Alle Mitglieder außerhalb der Gruppe bekommen von den getauschten Nachrichten, Links oder Videos nichts mit. Neuen Usern steht eine Demo-Gruppe zur Verfügung, in der sie sich ein Bild von dem Netzwerk machen können.
Ein weiterer Punkt, durch den sich The Fridge von Facebook unterscheidet, ist der Verzicht auf direkte Freundschaften. Oder anders gesagt: Möglichst viele Freunde zu horten, ist nicht! Man kann Gruppen angehören und sich darin austauschen – doch hinein kommt nur, wer zuvor eingeladen wurde. Das Profil des jeweiligen Users dient in erster Linie dazu, die eigenen Gruppen zu verwalten bzw. neue zu erstellen. Auf das Hinterlegen persönlicher Daten, wie beispielsweise Geburtsdatum oder Hobbies verzichtet man völlig. Besucher des Profils bekommen nicht einmal etwas von der Existenz persönlicher Gruppen mit, bis sie darin eingeladen wurden.
Ob The Fridge das Verlangen der User stillen kann und damit zum Erfolg wird, muss sich zeigen. Fest scheint hingegen zu stehen: Je mehr sich bewusst für den Neuling entscheiden, desto deutlicher wird das Bedürfniss der User nach Privatsphäre und abgeschotteter Kommunikation.
via pte
Jürgen Telkmann
































