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29. März 2011

Twitter – Die oberen 20.000

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/cod/news/058734)

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Der Sinn und Zweck von Social Media erschließt sich dem Berater oder Marketing-Verantwortlichen aus der Anzahl seiner Twitter-Follower, den Retweets oder den Likes, die man durch Facebook generieren konnte – Erfolg muss eben messbar sein. Für den Normalen Twitter-User wird die Angelegenheit schon schwieriger, wenigstens dem Microblog einen Sinn abzugewinnen: Der Nutzen des Social Media Services verschwindet hinter der Flut an Tweets jener Strategen, die Twitter eben für den Marketing-Einsatz verwenden. Eine neue Untersuchung soll nun ergeben haben, dass die Tweets von rund 20.000 aktiven Twitter-Usern rund die Hälfte aller Tweets ausmachen. pte berichtet:

Zudem ist bekannt, dass die meisten Nutzer inaktiv sind, selbst kaum Tweets veröffentlichen und das Portal lediglich als Informationsquelle nutzen. Die Zahl der Content-Produzenten ist jedoch deutlich geringer als gedacht. Yahoo Research zufolge sorgen für die Hälfte der Inhalte gerade einmal 20.000 User oder lediglich 0,05 Prozent aller Twitter-Nutzer.

Anfang Februar berichteten wir bereits über die Inaktivität vieler Twitter-User und dessen Bedeutung für die Rolle des Microblogs. Twitters beachtliche Zahl weit über 100 Million Usern relativiert sich beachtlich vor dem Hintergrund, dass beispielsweise über 30 Prozent der User nicht einen Tweet verfasst haben und rund 80 Prozent nicht über den zehnten Tweet hinauskommen. Doch die nun bekanntgewordenen Zahlen übertreffen selbst die Erwartungen mancher Kritiker.

Dass Twitter dennoch seinen Zweck als Kommunikations-Beschleuniger erfüllt, meint wenigstens PR-Blogger Klaus Eck gegenüber pte. Dort heißt es, die "Plattform wird intensiv als Transportmittel von Nachrichten genutzt, weniger jedoch, um selbst einen Blog zu führen". So überrasche es auch nicht, dass die meisten Tweets von klassischen Massen-Medien verfasst werden: "Anders als Social Networks weist Twitter vielmehr Merkmale einer einseitigen Massenkommunikation und deren Weiterverbreitung auf."

Doch auch die Frage nach dem Wert des Microblogs dürfte sich manch einem Analysten stellen. Schließlich wird der Wert Twitters seit spätestens 2009 auf weit über eine Milliarde Dollar geschätzt – laut Wikipedia belaufe sich die letzte Schätzung Anfang März diesen Jahres auf knapp acht Milliarden Dollar. Doch wie misst man den materiellen Wert eines Netzwerkes, das eigentlich von der Aktivität der Community abhängig ist?

Jürgen Telkmann

Kommentare
Top Kommentar der Woche
Gravatar Oliver 30.03.2011
um 10:48 Uhr
Kurz und knapp. Ich habe es doch gewusst und irgendwie war es doch klar. Sobald es nur noch um Zahlen geht, verschwindet der soziale Gedanke. Aber das Marketing wird sich im Laufe der Zeit eh neu finden müssen. Zahlen sind irgendwann nur noch das, was sie wirklich sind, eine Orientierung, keine Profilierung. Aber die sozialen Medien wie Twitter und Facebook werden das aus unternehmer Sicht nicht mehr mitbekommen, denke ich. Obwohl da bei Facebook vielleicht noch Chancen bestehen. #zitieren
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