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16. März 2010

Twitter – Überall und im Namen des Guten

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/cod/news/054462)

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Twittern ohne Twitter? Das wird bald möglich sein. Unter der Bezeichnung @anywhere veröffentlichte Twitter gestern ein Set von Frameworks, das es anderen Seiten ermöglicht, eigene Follower zu bekommen. So kann man Artikeln, Videos oder Links twittern, ohne die Ursprungsseite zu verlassen. Twitter-CEO Evan Williams äußerte sich im Rahmen der South by Southwest Conference (SXSW) über @anywhere und legte zudem noch interessante Aspekte der Unternehmensphilosophie offen, wie TechCrunch berichtet.

Bisher gibt es dreizehn Partnerseiten, die an @anywhere teilnehmen werden. Unter anderem Ebay, Amazon, The New York Times, Yahoo, YouTube und Bing. Um die Frameworks zu implementieren, müssen die Seitenbetreiber lediglich einige Zeilen Javascript eingeben. "Our open technology platform is well known and Twitter APIs are already widely implemented but this is a different approach because we've created something incredibly simple", heißt es auf dem Twitter-Blog.

"It's about lowering the barrier for information", sagte Williams in einem Interview auf der SXSW. Er legte zudem die Prinzipien offen, nach denen Twitter handeln wolle: "Recently we went through a process to define our operating principles. The number one principle is be a force for good". Auf die Frage, wo die Vorteile für Twitter liegen, antwortete er: "Our advantage will only come if everyone wins. We only do win-win deals. Because any deal where someone is losing is unsustainable. That's why we haven't turned on the revenue yet – there's a lot of low-hanging fruit, but none of it is sustainable." Ein Verkauf von Twitter stehe zudem in den nächsten zwei Jahren nicht an, machte Williams auf seinem Twitter-Account deutlich.

Die Aussagen von Williams erinnern etwas an den Leitsatz "Don't be evil", den Google einst verkündete. Michael Arrington von TechCrunch geht das Ganze dann doch etwas zu weit. Er hält es für unmöglich, Profit und Moral in Balance zu halten. Und im Namen des "Guten" seien schon böse Dinge in der Geschichte getan worden. Daher empfiehlt Arrington: "Let others use Twitter to do good things. Twitter should stay goodness-neutral and self righteous free."

Lukasz Konieczny

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