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18. März 2010
URL-Shortener – Kurz ist nicht gleich schnell
Bit.ly, Fb.me, Goo.gl, YouTu.be – spätestens seit es Twitter gibt, wissen wir mit diesen kryptischen Gebilden etwas anzufangen. Es handelt sich selbstverständlich um URL-Shortener, die den Zweck haben, eine ellenlange Webadresse in ein handliches Format zu zwängen. Dies macht sie ideal für Microblogs, die dem User nur eine begrenzte Zeichenanzahl zur Verfügung stellen. Dass diese Dienste jedoch auch einen Haken haben können, stellt eine neue Untersuchung von WatchMouse zur Debatte.
Die Studie ergab, dass viele URL-Shortener massiv dazu beitragen, das Surfen durchs Netz zu verlangsamen. Manche Seiten erfahren durch die Adress-Verknapper längere Ladezeiten. Insgesamt 14 der Dienste, darunter die bekanntesten, wie jene von Google, Twitter oder Facebook, nahm man genauer unter die Lupe.
Dabei stellte sich heraus, dass besonders der kürzlich gestartete URL-Shortener von Facebook extrem langsame Ladezeiten verursacht. Goo.gl war in diesem Punkt der blitzschnelle Sieger. Mit Ladezeiten von knapp 350 Millisekunden war er beinahe sieben Mal so schnell, wie Fb.me. Was die Erreichbarkeit der Dienste anbelangt, so geht Twitter als bester Anbieter hervor – dieser ist in 100 Prozent der Fälle erreichbar. Unzuverlässiger seien dagegen Snurl.com und Tr.im. Dennoch lag die Verfügbarkeit auch hier immer noch bei rund 98 Prozent.
Herausgekommen ist zudem, dass einige Shortener auf bestimmte DNS zugeschnitten sind. Dies hat den Nachteil, dass die Dienste circa eine halbe Sekunde zusätzlich Zeit benötigen, um die IP-Adresse des Users auszulesen. Wenn ein auf eine amerikanische DNS zugeschnittener Shortener von verschiedenen Punkten in der Welt angeklickt wird, so kann dies, je nach Nationalität, unterschiedliche Wartezeiten verursachen. Zur Vorangehensweise bei der Untersuchung geben WatchMouse im Blog an:
Some details about how we measured all this: The URL shorteners were checked every five minutes from one of the 44 WatchMouse global monitoring stations. For each short URL, only the redirection was measured, not the actual loading of the target page. The redirection was expected to be done within eight seconds without any errors (like when a server error occurred or if the expected target URL location was not found in the http header). If that time was exceeded or a second error was established, WatchMouse verified the results using another of its monitoring stations and the result was counted as either poor availability or unavailable.
Wer also beim Surfen nicht unnötig warten möchte, sollte also auf die URL-Abkürzungen verzichten. Allerdings dürfte dies schwierig werden, wenn man oft und gerne Twitter benutzt. Zudem bieten die Shortener noch gewisse andere Vorteile, die über den gesparten Platz hinausgehen. Beispielsweise bietet Twitters Lösung zusätzlichen Schutz vor Malware und schädlichen Seiten.
via pte
Jürgen Telkmann
































