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16. März 2010

USA wollen High-Speed-Netz ausbauen

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/cod/news/054465)

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Die Federal Communications Commission (FCC) wird dem US-Kongress empfehlen, den National Broadband Plan umzusetzen. Damit soll gewährleistet werden, dass bis 2020 jeder US-Amerikaner über einen Breitband Internetanschluss verfügen wird, berichtet die BBC. "Broadband for every American is not too ambitious a plan and it is absolutely necessary", äußerte der ehemalige FCC-Chairman Reed Hundt.

Schätzungen zu Folge sollen etwa ein Drittel aller Amerikaner ohne Breitbandanschluss sein. Durch den Plan soll diese Lücke geschlossen werden. Die FCC will dabei eine Datenübertragung von 100 Mbit pro Sekunde gewährleisten. Die durchschnittliche Rate beträgt momentan noch etwa vier Mbps. Auch Google hat bereits Pläne, Hochgeschwindigkeitsnetze aus Fiberglas in den USA aufzubauen.

Dem Projekt wird eine große wirtschaftliche wie gesellschaftliche Bedeutung beigemessen. "Broadband is a foundation for economic growth, job creation, global competitiveness and a better way of life", sagte ein Sprecher der FCC. "Broadband is critical to America's long-term economic and social well-being. As society increasingly moves online, the costs of digital exclusion grow as well", verkündeten Cisco, Sony, Salesforce, Microsoft, Facebook and Intel gemeinsam in einem offenen Brief.

Doch es gibt auch Stimmen der Kritik an dem Vorhaben. "The devil is in the detail and right now it's all fairy wings and wishes", sagte Rob Enderle von der Enderle Group. "I am not saying we don't need a broadband plan but we have to be realistic about what it can and cannot do", äußerte sich Erik Sherman von BNet.com in einem Interview gegenüber der BBC.

Die Kosten des Plans werden auf etwa 350 Milliarden Dollar geschätzt. Wie diese zwischen Privatunternehmen und dem Steuerzahler aufgeteilt werden, ist bislang unklar. Einen Anteil von sieben Milliarden steuert die US-Regierung direkt bei. Weitere Einnahmen könnte die FCC über die Versteigerung des 500-Megahertz-Spektrums erhalten. Die Netzbetreiber kündigten bereits Interesse daran an. Darüber könnte allerdings noch ein Konflikt entbrennen, denn einen großen Teil des Spektrums besitzen bereits die Fernsehsender.

Die Businessweek sieht in erster Linie die Telefon-Netzbetreiber als potentielle Gewinner, da im Zuge der Erweiterung des Spektrums auch die Funknetze ausgebaut werden könnten. "More spectrum from the FCC can only be good for wireless carriers", zitiert das Blatt Paul Gallant, einen Analysten der Washington Research Group. Welche Netzbetreiber am meisten profitieren werden, sei aber schwer zu sagen, da dies von den Versteigerung der Frequenzen abhängen wird.

Lukasz Konieczny

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