
3. September 2009
Web Trend Map – Jetzt auch interaktiv
Die interaktive Version der bekannten Web Trend Map ist nun der breiten Masse zugänglich gemacht worden. Künftig kann man nicht mehr nur durch Posterkauf den Web Trends nachspüren, sondern sie auch online mitgestalten. Selbst das Anlegen eigener Karten ist möglich. Inspiriert bleibt das Design durch das Tokioter U-Bahn-Netz. Die erste Registrierungswelle ist allerdings limitiert. Nur wer das aktuelle Poster für knapp 50 Dollar bestellt, erhält einen Account.
Obwohl in dem Online-Projekt eine größere Community an der Erstellung der Karte partizipiert, soll die Qualität dennoch aufrechterhalten werden. Die nachfolgende Grafik stellt die Hierarchie der Filter dar, welche die Informationen zu durchlaufen haben, bis sie in die Web Trend Map aufgenommen werden.
Der "Stream of Information" steht für die Gesamtheit an Daten und Informationen, die durch das Netz geistern. Durch Kanäle wie beispielsweise Twitter wird dieser Wulst an Informationen durch einzelne User bzw. "Micro Curators" erstmals grob gefiltert. Im zweiten Filter selektieren registrierte User diese vorgefilterten Informationen erneut und sortieren sie in eigenen Karten zu bestimmten Themen. Diese fungieren demnach als "Micro-Aggregators".
Die Karte, die dem Besucher auf der Startseite angezeigt wird, setzt sich schließlich aus einer Zusammenfassung der zweifach gefilterten Daten zusammen. Die Betreiber des Projektes, die Information Architects, bilden somit den "Macro-Aggregator".
Diese verschiedenen Filter machen Sinn, bedenkt man, dass eine der Öffentlichkeit zugängliche Web Trend Map von PR- und Marketing-Strategen unterwandert werden könnte. User, die sich in der ersten Welle registrieren, erhalten übrigens neben der Print-Karte auch einen Online-Account auf Lebenszeit mit allen Features.
Jürgen Telkmann


























