
3. Januar 2012
Wem gehören meine Twitter-Follower?
Ein englischer Twitter-Benutzer wurde auf 217.000 Pfund Schadensersatz verklagt, weil er nach einem Jobwechsel seine Twitter-Follower in den neuen Job "mitnahm". Noah Kravitz, ein ehemaliger Online-Redakteur bei PhoneDog Media, hatte mit der Zeit ganze 17.000 Leser angehäuft, die seinen Twitter-Updates folgten.
Seine Tweets veröffentlichte Kravitz stets unter dem Namen @Phonedog_Noah. Nach Verlassen der Firma, änderte er den Namen seines Twitter-Accounts und zwitscherte fortan als @noahkravitz.
Arbeitgeber PhoneDog Media schätzt den Wert jedes Followers auf 2,50 Dollar. Folglich beläuft sich der angebliche Schaden nach acht Monaten auf stolze 340.000 Dollar. Das Unternehmen argumentiert, dass die Follower-Liste einer Kunden-Datenbank gleicht und somit "Firmeneigentum" sei.
Jessica Godell, Anwältin aus Chicago und Spezialistin für intellektuelles Eigentum, ist skeptisch bezüglich der Vorwürfe. "Kann ein öffentlicher Twitter-Account, der frei zugänglich für alle Twitter-Benutzer ist, als vertraulich angesehen werden?" - Ja, sagen die BBC Richtlinien für Redakteure. Denn es müsse unterschieden werden, ob man seinen Account privat oder beruflich nutzt. Gibt man sich als BBC-Redakteur aus, müssen die Account-Rechte beim Verlassen der Firma mit dem Chef diskutiert werden.
Via PSFK
André Mengel

























