17. Februar 2010
Wired Tablet App: Neue Ära der Medien
Das Magazin Wired zeigt in einem Video auf eindrucksvolle Weise, wie die Zukunft der Verlagsbranche aussehen könnte. Gemeinsam mit Adobe entwickelte das Magazin den Wired Reader, der in Zukunft auf Tablets laufen soll. Mit der App können Elemente der klassischen Printmedien ideal mit Videos und Animationen verbunden werden. Auf Tablets mit großen Touch-Screens könnten diese bald komfortabel genutzt werden.
Die Wired Tablet App basiert auf Adobes AIR, das auch auf Android verfügbar sein wird. Das Video zeigt keine voranimierte Demonstration, sondern eine wirklich funktionierende Anwendung. Adobe entwickelte für Wired zudem Tools, die es ermöglichen sollen, die App in Zukunft für verschiedene Tablet-Modelle anzupassen. Darüber hinaus hat Adobe den Packager for iPhone entwickelt, mit dem es möglich sein soll, Flash-Applikationen zu iPhone-Apps zu konvertieren. Damit sollte der Nutzung von Wired auf dem iPad nichts im Wege stehen.
Einige Verlage machten sich in der Vergangenheit bereits Hoffnungen auf die kommenden Tablets. Die Verknüpfung verschiedener Medienelemente per Tablet könnte eine neue Ära des Journalismus einläuten und dem Kunden einen echten Mehrwert im Vergleich zu den klassischen Printmedien bieten. Chris Anderson von Wired sagt dazu:
The point here is that we are entering a new era of media, where we finally have a digital platform that allows us to retain all the rich visual features of high-gloss print, from lavish design to glorious photography, while augmenting it with video, animations, additional content and full interactivity.
Viele Online-Angebote von Zeitungen und Magazinen wirken bisher wie Kopien des eigenen Printprodukts. So wird häufig nur Text angeboten, gespickt mit einigen wenigen Bildern oder Videos. Der Content ist nicht immer exklusiv und liest sich auf herkömmlichen PCs auch nicht so angenehm. Mit Anwendungen auf zukünftigen Tablets könnte sich das ändern.
Gerade in Zeiten, in denen einige Verlage darüber nachdenken, in Zukunft nur noch Paid-Content anzubieten, könnte dem Leser durch diese neuen intermedialen Angebote auch etwas für sein Geld geboten werden. Free Content sollte jedoch nicht abgeschrieben werden, denn die Tablets könnten den Verlagen auch neue Möglichkeiten der Vermarktung bieten.
Lukasz Konieczny

























