7. September 2009
Zugriff verweigert: Diese Websites hasst der Chef
Dass es der Chef gar nicht gerne hat, wenn die Angestellten am Arbeitsplatz zum Privatvergnügen im Internet surfen, ist naheliegend. Damit die Untergebenen gar nicht erst in Versuchung geführt werden, blockieren nicht wenige Arbeitgeber inzwischen den Zugriff auf einschlägige Webangebote via Firmenrechner. ScanSafe, Anbieter von Web Security-Diensten, wollte es genauer wissen und hat in einer Auswertung von über einer Milliarde Serveranfragen offen gelegt, welche Angebote im Web besonders häufig geblockt werden.
Demnach werden:
- auf 76 Prozent der untersuchten Firmenrechner Zugriffe auf Social Networks unterbunden,
- den Zugriff auf Webmail-Dienste blockten 58 Prozent der Arbeitgeber ab,
- und Online-Shopping steht bei 52 Prozent der untersuchten Unternehmen auf der Schwarzen Liste.
- Dass die Untersuchung von ScanSafe wohl ziemlich USA-lastig ist, lässt das Ergebnis vermuten, dass bei einer hohen Zahl der gesperrten Websites Waffen Thema sind (75 Prozent) – einen internationaleren Anschein machen wiederum die Blockaden von Webangeboten, in denen sich alles um Alkohol (64 Prozent) oder Sport (51 Prozent) dreht.
Die Zugriffsverweigerungen scheinen auch gewissen saisonalen bzw. konjunkturellen Schwankungen zu unterliegen: Wie ScanSafe feststellte, legten in den vergangenen Monaten die Sperrungen von Reiseangebotsseiten (+28 Prozent) und Jobsuchmaschine (+ 19 Prozent) stark zu. Die heißen Sommermonate und die Wirtschaftskrise lassen hier grüßen. Fazit: Während einst insbesondere Schmuddelseiten, illegale Aktivitäten und Hass verbreitende Websites im Fadenkreuz standen, sind es inzwischen die Social Networks, das Online-Banking oder der E-Mail-Account, die die Arbeitgeber als der Produktivität abträglich identifiziert haben.
via Karrierebibel
Reimar Winkler

























