22. Juni 2010
iPad feiert Premiere im Bundestag
Das iPad ist nun auch endlich bei unseren Landesvätern und -müttern angekommen, so scheint es. Ein erster Bundestagsabgeordneter nutzte Apples Tablet, um seine Notizen vom Screen abzulesen. Doch die Begeisterung unter den Abgeordneten hält sich in Grenzen: Computer und Laptops seien am Bundestag verboten – für Tablets gebe es noch keine klare Regelung.
iPad-Fan und Abgeordneter Jimmy Schulz von der FDP versteht den Trubel um seine Technik-Affinität hingegen nicht. "Wenn Zeitungen erlaubt sind, warum soll dann digitales Papier verboten sein?", zitiert die Berliner Morgenpost den Politiker. Für ihn geht der reine Pragmatismus vor Hausordnung. Das Netz sei ein wichtiges Instrument in der täglichen Arbeit eines Politikers geworden, und es " kann doch nicht sein, dass wir weiterhin Berge von Akten mit uns herumschleppen".
Ob die Fanboys unter den Bundestagsabgeordneten schon bald Steuererhöhungen und Sparpakete mit MacBook, iPhone und iPad unterm Arm beschließen, wird sich bestimmt in Bälde zeigen. Wenigstens Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse schien mit dem Device keine Probleme gehabt zu haben: Er ließ Schulze kommentarlos ausreden. Nachfolgendes Video dokumentiert das Debut des Tablets in den Regierungshallen:
Jürgen Telkmann
Aber der Zwang zur Papierform hat grundsätzlich sicherlich auch andere Gründe: Ich möchte den MdB mit iPad sehen, der sich am Ende einer vertaulichen VS-geheim oder höher eingestufen Sitzung dazu bewegen ließe, das iPad mit seinen Notizen zur endgültigen Aufbewahrung oder Vernichtung an die Geheimregistratur zu übergeben... #zitieren

























