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September 2009

Flash on the Beach 2009


Fortsetzung, Teil 2

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/codv2/artikel/2591)

Eigentlich bin ich hemmungslos parteiisch bezüglich dieser Session, was höchstwahrscheinlich daran liegt, dass ich einer der zwanzig Sprecher war. Kurz zum Setup: eine Stunde, zwanzig Sprecher, jeder hat jeweils drei Minuten Zeit, das Publikum zu begeistern. Klingt sportlich? War es auch! Ich darf verraten, dass die Probe dieser Session am Sonntag noch in einem zeitlichen Desaster endete – nach einer Stunde hatten dank individueller Laptopeinstellungen eines jeden Sprechers und die Abstimmung dieser mit der Saaltechnik nicht mal zwölf Sprecher die Probe durchlaufen. Für den Dienstag ließ das nichts Gutes ahnen. Aber nach einer zweiten wirklich fabelhaften "just in time"-Probe am Montagabend und einer ebenso gelungen Livepremiere am Dienstag war diese Session, wenn man den Aussagen zahlreicher Konferenzteilnehmer glauben darf, ein wirklich abwechslungsreiches und sehr gelungenes Experiment.

Ich selbst habe übrigens über Image Processing, Triangulierungen und natives Flash 10 3D gesprochen, das Ganze präsentiert und verpackt in einem zweieinhalb minütigen Demo. Wer es verpasst hat oder es gerne noch einmal sehen möchte: dasprinzip.com

Standing Ovations for Leaving the Sandbox

Am Montagabend saß ich noch im Pub u. a. mit Joa Ebert und unterhielt mich mit ihm über seinen anstehenden Vortrag. Meine Behauptung: Der Saal würde fast zu klein sein, um allen Zuschauern Platz zu bieten, was Joa bezweifelte. Doch der Saal platzte am Dienstag fast aus allen Nähten und das bei einem wirklich sehr techniklastigem Thema. Also, "Leaving the Sandbox", d.h. zum einen viele Optimierungsansätze auf Bytecode-Ebene für den Flash Compiler. Zum anderen präsentierte Joa eine Vielzahl an selbstentwickelten Tools. TDSI, REDUCER und zuletzt TAAS: "Three Address ActionScript" optimiert, eliminiert, verbessert. Durch den Einsatz von TAAS sind Geschwindigkeits-Boosts von bis zu 100 Prozent möglich (siehe Before/After-Beispiele.) Doch damit nicht genug. Zum Schluss kompilierte Joa noch "mal eben" aus Java- und C#-Code ein SWF. Wahrhaft genug Anlass für stehende Ovationen, die Joa dann auch vom begeisterten Publikum erhielt.

Link: Joa Ebert @ FOTB - Part 01

Link: Joa Ebert @ FOTB - Part 02

More than Bending Pixels

Paul Burnett gab in seinem Vortrag einen guten Ein- und Überblick über die mögliche Verwendung von Pixel Bender Shadern und generell Pixel Bender in Flash. Über den Einsatz als Grafikfilter, ShaderJob, als purer Zahlenakrobat oder zum Mixen von Soundkanälen zeigte Paul ein sehr vielfältiges Aufgabenspektrum. Wer sich bis dahin aber schon ein wenig mehr mit Pixel Bender befasst hatte, dem werden die gezeigten Beispiele allesamt bekannt vorgekommen sein, sind diese doch schon längst über Adobe's Pixel Bender Exchange selbst oder einschlägig bekannte Blogs wohl verbreitet. Jetzt könnte man sagen: "Das war nicht's neues, Paul!" Doch Paul überließ die letzten zehn Minuten David Lenaerts. Und der zeigte den Einsatz von diversen Material-Shadern und -Filtern in Away3D, wirklich beeindruckende Werbung für Pixel Bender.

Tag 2 endete im eigenen Abenteuer

Hatte Joel Gethin Lewis die Latte der "Inspired Session" am Vorabend schon sehr hoch gelegt, so konnte Craig Swann mit seinem Vortrag meiner Meinung nach nicht ganz nachlegen, was nicht heißen soll, dass es schlecht war. Craig zeigte dieses mal keine seiner eigenen Experimente und Codeschnipsel auf der Bühne, stattdessen Experimente und Dokumentationen anderer zu Themen wie "Warum kreieren Soundwellen diverseste Formen auf verschiedensten Untergründen?" Er erschloss dem Zuhörer Zugang zu Ereignissen aus seinem Leben, die ihn prägten und die er wiederum in seine kreativen Prozesse mit einfließen ließ. Der Vortrag erzeugte wahrlich kontroverse Resonanzen. Von frühzeitig gehendem Publikum über absolut begeistertes Feedback. Man kann fast resümieren, man mochte es ganz oder gar nicht, aber gesehen haben sollte man den Vortrag schon.

 

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